Vokalensemble Gaienhofen e.V.

 

Fauré "Requiem", Jenkins "Gloria"

Feure Requiem - Jenkins Gloria 2019

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Konzerttermine: 

Samstag, 9. November 2019 um 19 Uhr, 
Kirche St. Meinrad Radolfzell

Sonntag, 10. November 2019 um 19 Uhr, 
Liebfrauenkirche Singen


Faurés Requiem ist ein spätromantisches Werk, das den lateinischen Text der Totenmesse mit interessanten, schon in die Moderne weisenden Klängen vertont. Der Zuhörer vernimmt einen leisen, fast lieblichen Trauergesang, der zutiefst berührt und mit dem hoffnungsvollen Ausblick auf die Ankunft im Paradies im Schlusschor endet.

Das „Gloria“ von Jenkins aus dem Jahr 2010 wird vom Komponisten als Religionen übergreifende Lobeshymne auf das Göttliche verstanden. Jenkins vertont den traditionellen lateinischen Hymnus für Solostimme, gemischten Chor und großes Sinfonieorchester mit farbenreichem Schlagwerk. Einprägsam ist der Kontrast von festlicher Orchestermusik und leisen Sätzen. Sein Werk steht für weite, kulturübergreifende Gesten und ist bekannt für einfache Strukturen, die nie sentimental werden. Darüber hinaus ist es dem Komponisten ein erklärtes Anliegen, herauszufinden und musikalisch zu gestalten, wie in anderen Religionen das Göttliche wahrgenommen wird. So arbeitet Jenkins in sein „Gloria“ Schlüsseltexte aus dem Hinduismus, dem Buddhismus, dem Taoismus und dem Islam ein und leistet so einen spannenden und hochaktuellen Beitrag zum Dialog der Weltreligionen zwischen Tradition und Moderne. 
Dirigent Siegfried Schmidgall formuliert seine Gedanken zu diesem neuen Konzertprogramm so: „Musik und Religion sind seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Mit der Musik von Fauré und Jenkins verbinde ich Gedanken an Tod, Auferstehung und ewiges Leben. Die Musik berührt meine Seele. Sie vermittelt in einzigartiger Weise menschliche Trauer, Jubel und Lebensfreude und erinnert mich am 9. November 2019 an den Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren. Um dieses historische Ereignis zu würdigen, musizieren wir nicht nur ein Requiem sondern auch das jubelnde „Gloria“ des zeitgenössischen Komponisten Karl Jenkins.“

 

 Irene Wiegmann-Kellner / Siegfried Schmidgall